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Mercator, Kopernikus und Cellarius. Eröffnung des zweiten Ausstellungsteils von "Gott, die Welt und Bayern"

Bild: Bayerische Staatsbibliothek

Ab 21. Januar 2019 zeigt die Bayerische Staatsbibliothek im zweiten Teil ihrer Ausstellung „Gott die Welt und Bayern“ Bücher, Karten und Globen des 16. und  17. Jahrhunderts. Unter dem Titel „Aus Orient und Okzident“ sind unter anderem Glanzstücke wie zwei Globen von Gerhard Mercator, der Himmelsatlas von Andreas Cellarius, „De Revolutionibus“ des Nikolaus Kopernikus sowie ein Wappen von Lucas Cranach d. Ä. zu sehen.

Zu Beginn der Frühen Neuzeit weitete sich das Weltbild, neue Seewege und unbekannte Kontinente wurden entdeckt und in Karten und Globen vermerkt. 

Das Fragment einer Weltkarte für das Handelshaus der Welser in Augsburg von 1530 zeigt, dass Kaufleute die Tragweite dieser neuen Erkenntnisse schnell erkannten.  Zu sehen sind auch prächtig gestaltete Einbände von Werken über fremde Welten und Kulturen aus den Privatbibliotheken humanistisch gebildeter Gelehrter und Fürsten. Das 16. Jahrhundert war auch ein Jahrhundert des wissenschaftlichen Aufbruchs: Nikolaus Kopernikus‘ Abhandlung „De Revolutionibus Orbium Coelestium“ über seine umwälzende Erkenntnis, dass die Sonne und nicht die Erde im Zentrum des damals bekannten Universums steht, wird ebenso gezeigt wie der prächtig illustrierte Himmelsatlas von Andreas Cellarius oder Gerhard Mercators detailreiche Erd- und Himmelsgloben (1541).

Die Ausstellung „Gott, die Welt und Bayern – 100 Kostbarkeiten aus den regionalen Staatlichen Bibliotheken Bayerns“ präsentiert von 17. Oktober 2018 bis 7. Juli 2019 zum ersten Mal vereint in der Bayerischen Staatsbibliothek in München hundert Bestandshighlights der zehn regionalen Staatlichen Bibliotheken in Bayern.

Die zehn regionalen Staatlichen Bibliotheken Bayerns sind der Bayerischen Staatsbibliothek in München unmittelbar nachgeordnet. Zu ihnen zählen die Staatlichen Bibliotheken in Amberg, Ansbach, Neuburg an der Donau, Passau und Regensburg sowie die Hofbibliothek Aschaffenburg, die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg,  die Staatsbibliothek Bamberg, die Landesbibliothek Coburg und die Studienbibliothek Dillingen.

Als wissenschaftliche Bibliotheken dienen sie der Informations- und Literaturversorgung ihrer Region sowie der Sicherung, Erhaltung und Pflege wertvoller

historischer Bestände. Die Bibliotheken bewahren wertvolle Handschriften und Frühdrucke, herausragende Sondersammlungen und bedeutende Nachlässe.  Sie erfüllen eine wesentliche kulturpolitische Funktion, indem sie für jeweils eine bestimmte Region zuständig sind und Publikationen, die dort entstanden sind oder einen inhaltlichen Bezug zur Region haben, möglichst vollständig sammeln und für die Öffentlichkeit zur Nutzung bereitstellen.

17. Oktober 2018 – 13. Januar 2019
Mittelalterliche Handschriften und Drucke bis zur Reformation

21. Januar 2019 – 7. April 2019
Aus Orient und Okzident. Bücher, Karten, Globen des 16. und 17. Jahrhunderts

15. April 2019 – 7. Juli 2019
Krieg und Frieden, Freud und Leid. Sammelobjekte des 17. bis 20. Jahrhunderts

 

Informationen zur Ausstellung, zu Führungen und zum Begleitprogramm. [externer Link]

 

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 11 – 18 Uhr, Sonntag 13 – 17 Uhr
An Feiertagen geschlossen
Eintritt frei

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 19 € (Verkaufspreis vor Ort in der Ausstellung).

Mit freundlicher Unterstützung der Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek e. V.

Ort
Bayerische Staatsbibliothek, Ludwigstr. 16, 80539 München
U3/6, Bus 58/68/153/154 Haltestelle Universität
Bus 100/153 Haltestelle Von-der-Tann-Straße

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